Kunstgeschichte

Künste und Gender. Eine Einführung

Mittwoch, 02.12.2020

Das Proseminar analysiert Beispiele moderner und zeitgenössischer Kunstproduktion in Hinblick auf ihre geschlechterpolitischen Implikationen. Es fragt danach, wie durch Bilder Geschlechterzuschreibungen festgeschrieben, aber auch hinterfragt und neukodiert werden. Anhand ausgewählter Bildbeispiele stehen zum einen Fragen nach Körperpolitik, kodierter Materialität und Mediennutzung im Vordergrund (Vito Acconci, VALIE EXPORT, Matthew Barney, Pamela Rosenkranz, Anne Collier). Ein zweiter Teil des Seminars beschäftigt sich mit Rollenverhältnissen sowie aktivistischen Strategien im Kunstbetrieb (Künstlerpaare, Tracey Emin, Guerrilla Girls). Drittens werden unterschiedliche Textformate künstlerischer Äusserungen diskutiert (Künstler*innenmanifeste, Autobiografien). Wir beschäftigen uns darüber hinaus mit der Wissenschaftsgeschichte der Kunstgeschichte: Ab wann und anhand welcher künstlerischer Positionen fand eine feministische Kanonkritik sowie eine Debatte über asymmetrische Geschlechterverhältnisse innerhalb der Disziplin statt? Anhand gemeinsamer Textlektüre gilt es, sich auch aktuelle Konzepte der Gender und Queer Studies wie Camp und Performativität zu erarbeiten und auf ihre Anwendbarkeit für die Analysen zeitgenössischer Künste hin zu diskutieren.

Veranstaltungsart:Vorlesung/Seminar
Dozierende(r): Dr. Yvonne Schweizer
02.12.2020:16:15 - 17:45
Ort: PROGR_Zentrum für Kulturproduktion
Weisenhausplatz 30
3012 Bern
1. Etage, 163

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